
Fisch ist gesund
Fisch gilt wegen seines hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren als sehr gesund. Entsprechend beliebt ist Fisch und wird immer häufiger konsumiert, auch in der Schweiz. Wer regelmässig Fisch zu sich nimmt - empfohlen wird zweimal pro Woche - tut seinem Herzen Gutes und ist im Alter weniger anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Einheimischen Fisch bevorzugen
Die steigende Nachfrage nach Fisch hat aber auch negative Konsequenzen: Bereits sind drei Viertel der weltweiten Bestände überfischt oder von Überfischung bedroht. Mit ihren Fangmethoden betreibt die moderne Hochseefischerei ausserdem Raubbau an der Natur, wenn der Meeresboden umgepflügt wird und tonnenweise Meereslebewesen als unerwünschter Beifang tot oder sterbend ins Meer zurück geworfen werden - darunter auch Jungtiere der gewünschten Fischarten. Wer also Meerfisch isst, trägt zur weiteren Belastung des Ökosystems der Weltmeere bei. Das macht den Konsum einheimischen See- oder Quellwasserfisches doppelt sinnvoll. Mit Forellen, Felchen, Egli, Hecht, Zander, Saibling und Trüsche bietet der Bodensee eine breite Palette an hervorragend mundenden Speisefischarten. Die hohe Qualität und Güte des Naturprodukts Bodenseefisch ist das Resultat gemeinsamen Wirkens der Fischereibehörden sowie der Berufsfischer und Fischköche am Bodensee. Strenge Vorschriften gewährleisten ein gesundes Heranwachsen der Fische in natürlichem Lebensraum.
Die Fischmenge aus den Seen allein reicht allerdings nicht aus, um die Nachfrage abzudecken. In die Bresche springen deshalb immer häufiger private Fischzuchten wie die Forellenzucht Schwendi im Weisstannental oder die Fischzucht von Toni Hefti in Goldingen.
Selber machen: Kinder und Erwachsene für den Fischgenuss begeistern
Unter dem Titel «Angeln Sie sich Ihre Fischkenntnisse» bieten einige Restaurants begleitend zu den Fischwochen Aktivitäten rund ums Thema Fisch an. Gastgeber Hanspeter Trachsel vom Landgasthof Schiff hat sich wie bereits letztes Mal für zwei Aktionen entschieden. Speziell für Familien ist das Semmannsknoten binden und Fischknusperli backen gedacht. Kinder schon früh mit positiven Erlebnissen an frische, gesunde Lebensmittel und Genuss, den sie bereiten, heranzuführen, ist ihm ein grosses Anliegen. Ein echter Seebär bringt den Kleinen - und natürlich auch ihren Eltern - die Knoten bei, die man braucht, wenn man mit dem Boot auf den See will. Anschliessend kann sich in der echten Restaurantküche jedes Kind seine Portion Fischknusperli selbst frittieren. «Es war eine Freude, mit anzusehen, mit welchem Stolz die Kinder ihren Teller zum Tisch getragen haben!», erinnert sich Hanspeter Trachsel an das letzte Jahr. Aber auch die «Grossen» dürfen in der Küche werken, wenn sie sich beim aktiven Schaukochen ihr Gericht unter Anleitung es Profis selbst zubereiten.
Dem Chefkoch über die Schulter schauen
Auch Christoph Baumgartner vom Restaurant Jägerhaus in Auch Christoph Baumgartner vom Restaurant Jägerhaus in Altenrhein machte mit seiner Aktion so gute Erfahrungen, dass er sie wieder durchführt. An zwei Abenden bekommen die Gäste während eines Fünfgang-Bodenseefischmenüs echtes Fischerlatein von zwei Berufsfischern am Bodensee zu hören, es ist erlaubt, sie mit Fragen zu löchern. Das «Schiff» und das «Jägerhaus» arbeiten sehr eng zusammen. Bei ihnen gibt es das ganze Jahr Fisch ausschliesslich aus dem Bodensee. So variiert die angebotene Vielfalt mit den Jahreszeiten. Und fällt der Fang einmal geringer aus, gibt es halt etwas anderes.
Die Gaststuben zum Schlössli beteiligen sich zum ersten Mal an der Aktion. Auch sie lassen unter dem Titel Fischers Fritz fischt viele frische Fische die Gäste bei einem Viergangmenü in die Küche schauen, Gastgeber Ambros Wirth führt mit viel Fachwissen und Humor durch den Abend.
Wein und Fisch: Es darf auch mal rot sein
Zum ersten Mal beteiligt sich mit dem Weingut Schmid Wetli aus Berneck auch ein Winzer aktiv an den «Culinarischen Fischwochen». Im Landgasthof Rössli in Lütisburg wird bei Wine and Fish Wine and Fish ein Gourmet-Fischmenü nicht nur von den herrlichen Weinen, sondern auch vom Fachwissen ihres Schöpfers begleitet. Einen Tipp hatte Kaspar Wetli jun. jedoch schon parat: Ich halte es mit der Weinwahl eher konventionell und mag am liebsten einen guten Weisswein zum Fisch. Doch die Regeln sind sehr viel freier geworden. So kann man heute mit etwas Experimentierfreude durchaus einen Rotwein zum Fisch probieren.
Noch mehr Aktivitäten
Nicht alle Gastronomen mit Aktivitäten während der «Culinarischen Fischwochen» konnten persönlich anwesend sein. Das heisst jedoch nicht, dass ihre Angebote weniger spannend wären. Im Restaurant Hohes Schlössli in Wernetshausen kann man zusehen, wie der eigene Fisch geräuchert wird. Bei der Sarganserländer Version von Wine and Fish ist das Weingut Felix und Eugen Bärtsch in Mels zu Gast im Landgasthof Rosengarten in Vilters. Unt auch im Restaurant Kreuz in Zuzwil können Kinder mit ihren Eltern Seemannsknoten lernen und Fischknusperli backen. Hier führt Patron Patrick Züger - nicht nur leidenschaftlicher Koch, sondern in der Freizeit auch Seefahrer - durch das Programm.
Aber nicht nur Restaurants beteiligen sich an den «Culinarischen Fischwochen». Auch im Spital Flawil und in der Klinik St.Pirminsberg in Pfäfers können Patienten und Angestellte in den kommenden Wochen einheimischen Fisch essen. In Pfäfers ist Küchenchef Alfred Kral ein reines Fischmenü jedoch zu wenig. Ein Rahmenprogramm, durchgeführt vom Küchenpersonal bis hin zum Lehrling, soll den Patienten und ihren Angehörigen das Thema einheimischer Fisch näher bringen.
Anmelden und Hingehen
Für alle Aktivitäten ist eine Anmeldung direkt bei den durchführenden Betrieben erforderlich. Wer es lieber gemütlich mag, ist selbstverständlich zu einem «ganz normalen» Fischmenü in allen 27 beteiligten Restaurants herzlich willkommen.
Wo werden regionale Fischgerichte serviert?
In 27 Restaurants steht vom 14. Februar bis zum 15. März Fisch aus heimischen Seen und Fischzuchten auf der Speisekarte, eine vollständige Liste finden Sie im Prospekt.
Zu den Culinarium-Betrieben gelangen Sie über die einzelnen Links.