
Von Ribelmais bis zu «culinarischen» Kochbüchern
Vor der Abwicklung der offiziellen Geschäfte wurden die Delegierten und Gäste über einen Rundgang nochmals ins vergangene Culinarium-Jahrzehnt entführt. Ribelmais, Ostschweizer Wein, Bratwurst und Bloderchäs waren dabei ebenso Thema wie die Zusammenarbeit mit Cash+Carry Angehrn und der Migros Ostschweiz («Aus der Region, für die Region»), die Mittel der Verkaufsförderung, die Produkte-Zertifizierung und die Schaffung von «culinarischen» Kochbüchern. Der Leiter der Geschäftsstelle, Urs Bolliger, befragte dazu die entsprechenden Protagonisten. Für den Vereinpräsidenten Walter Müller machen viele kreative Köpfe den Erfolg von Culinarium aus. «Sie entwickeln Visionen und Ideen und wir geben ihnen den nötigen Freiraum, um diese umzusetzen», erklärt er das Zusammenspiel zwischen Vereinsleitung, Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden. Von solchen Ideen handelte dann auch der Jahresbericht. Als besonderes Highlight erwähnte Geschäftsleiter Andreas Allenspach den Auftritt in der Fernsehsendung «Al dente» im vergangenen Herbst, ein Auftritt, der in Zusammenarbeit mit Toggenburg Tourismus und Thurgau Tourismus realisiert wurde. Überhaupt sei die Medienpräsenz von Culinarium inzwischen beachtlich. 2009 erschienen über 250 Artikel in Medien mit einer Gesamtauflage von 6,5 Millionen.
Zahlen aus dem Geschäftsbericht
Das letzte Jahr brachte dem Trägerverein Culinarium eine Zunahme bei den Markennutzern; von 402 (2008) auf 425. Sie beschäftigen insgesamt 9526 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschafteten gemeinsam einen Umsatz von 300 Mio. Franken. Laut Urs Bolliger konnten diese Zahlen in erster Linie dank AdR Zürich und der Gemeinschaftsgastronomie markant gesteigert werden.
Weiterhin mit Pioniergeist voraus
Für das laufende Jahr hat der Trägerverein Culinarium bereits erste Eckpfeiler eingeschlagen. So wird unter anderem die Marke Culinarium über eine klassische Basiswerbung weiter gestärkt. Dank eines sogenannten Co-Brandings mit namhaften Partnern aus dem Lebensmittelsektor kann der Auftritt noch wirkungsvoller gestaltet werden. Die Kampagne ist diesen Frühling mit Plakaten, verteilt über die ganze Ostschweiz, angelaufen. Die Institution beweist damit, dass es den Mitarbeitenden auch nach zehn Jahren Culinarium nicht an Engagement und Innovationskraft fehlt. Getreu der Überzeugung von Regierungspräsident Josef Keller werden sie auch künftig mit Pioniergeist einen wesentlichen Beitrag für den ländlichen Raum und für gesunde Nahrungsmittel erbringen und so zum guten Image der Nahrungsmittelbranche im Kantons St.Gallen beitragen. Eine Kostprobe davon servierte im Anschluss an die Versammlung die Küchencrew von Hanspeter Trachsel vom «Schiff» Buriet; gluschtige Häppchen aus hochwertigen Lebensmitteln, gewachsen und verarbeitet in der Region Ostschweiz.