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Vom Lehrer zum König

Ein Interview mit dem CULINARIUM König 2021, Christian Lütolf

Die Lütolf Spezialitäten AG in St. Margrethen spielt eine zentrale Rolle für die Renaissance des Rheintaler Ribelmaises. Zuerst stellte sie die entscheidende Infrastruktur für Verarbeitung und Auslieferung, neu entwickelt sie selbst Produkte, die den Zeitgeist treffen und den Landwirten im Rheintal neue Verdienstmöglichkeiten eröffnen. Christian Lütolf leitet das Team, das diese Entwicklung möglich macht.

Christian, was bedeutet
dir der Titel CULINARIUM König?

«Das macht mich sehr stolz und verdeutlicht, was unser Team in den letzten zwei Jahren gemeinsam erreicht hat. 2018 haben wir unseren Betrieb umgebaut und neue Produktionsanlagen installiert. Vor ein paar Monaten bauten wir auch noch eine neue Mühle. Durch diese Investitionen wurden alle Mitarbeitenden stark gefordert. Aber es hat sich gelohnt!»

Das spiegelt sich in den Produktions-und Verkaufszahlen. Der Rheintaler Ribelmais erfreut sich grosser Beliebtheit. Wieso?

«Für unseren Familienbetrieb ist das sehr erfreulich, aber auch sehr wichtig, nach dieser grossen Investitionsphase. Für den Erfolg gibt es zwei wichtige Faktoren. Erstens wächst bei den Konsumenten weiterhin das Bedürfnis nach regionalen Produkten. Die Menschen wollen wissen, woher ihr Essen kommt, was es drin hat, wie es verarbeitet wurde. Zweitens haben wir viel Zeit, Energie und Kreativität investiert, um Rheintaler Ribelmais als Marke bekannter zu machen.»

Worin liegt der Erfolg eurer Produkte?

«Natürlich an den feinen, knusprigen Ribelmais-Chips und weiteren neuen Produkten wie Vegi-Würsten, -Schnitzel und -Aufschnitt aus Ribelmais von der Migros. Aber auch an den Köchen in der Region, die tolle Ribelmais-Kreationen erfinden, und eben am Bewusstsein der Konsumentinnen
und Konsumenten. Sie sehnen sich nach Beständigem, nach Regionalität, nach Kulturgut.»

Du bist gelernter Oberstufenlehrer und hast von deinem Job vor sieben Jahren für den Ribelmais aufgegeben. War für dich schon immer klar, dass du dereinst in den Familienbetrieb einsteigen wirst?

«Überhaupt nicht, im Gegenteil. Ich habe zwar schon früher – vor allem in der Erntezeit – im Betrieb mitgeholfen. Aber voll hier zu arbeiten, hätte ich mir nicht vorstellen können.»

Vor drei Jahren habt ihr euch mit den Ribelmais-Chips an eine herausfordernde neue Aufgabe gewagt hat. Mit durchschlagendem Erfolg. Schon im ersten Jahr verkauften Sie 15 Tonnen Chips, also rund 100 000 Packungen.

«Ja, die Geschichte mit den Ribelmais- Chips hat schon fast Hollywood- Charakter. Angefangen bei der Bestellung der Chips-Produktionsmaschine in den USA, über die abenteuerliche Verschiffung nach Europa, die ersten Versuche bei uns in St. Margrethen, bis hin zum weit über den Erwartungen liegenden Erfolg der Chips.»

Wirf für uns einen Blick in die Zukunft! Wie könnte das Ribelmaismärchen noch weitergehen?

«Mein Traum ist es, dass wir die Marke Ribelmais in der ganzen Schweiz bekannt machen können. Das bedeutet viel Arbeit, aber wie schon erwähnt, sind wir ein Topteam und vielleicht gelingt es uns ja, diesen Traum zu verwirklichen.»