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Hanspeter Meyer

Meyer Orchideen AG

Die Meyer Orchideen AG lässt in Wangen ZH auf 14 000 Quadratmetern «Orchideen mit Herz» wachsen.
Inhaber Hanspeter Meyer führt im Familienbetrieb die Traditionen seines Vaters und seines Grossvaters weiter:
Auch er sucht das Besondere, hat ein Herz für seine Mitmenschen und geht manchmal unkonventionelle Wege.

Portrait Hanspeter Meyer

Hanspeter Meyer (54) ist Inhaber und Geschäftsleiter der Meyer Orchideen AG in Wangen bei Dübendorf. Der gelernte Gärtnermeister ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Zusammen mit seiner Frau Sabine und 30 Mitarbeitenden produziert Meyer jährlich rund 500 000 Schweizer Orchideen – eine halbe Million Exoten aus der Region.

Fragen an Hanspeter

Hanspeter, Was fasziniert dich an Orchideen?

«Diese Pflanze ist unglaublich: Es gibt sie in rund 30 000 Arten, ihre winzigsten Blüten messen weniger als 1 mm,
die grössten mehr als 20 cm, und sie wächst auf allen Teilen der Erde.»

Was bedeutet der Zusatz «mit Herz»?

«Wir engagieren uns für Menschen mit einem Handicap und achten auf einen ökologischen Umgang mit Ressourcen.
Wir können es uns nicht leisten, die Natur immer weiter auszubeuten. Seit 2011 ist unser Betrieb Co2 neutral –
aus ökologischen und ökonomischen Gründen. Einerseits ist es uns wichtig, Ressourcen zu schonen,
andererseits gewährt uns die Holzschnitzelfeuerung Unabhängigkeit von Öl und damit eine grössere Kostenstabilität.»

Was braucht eigentlich die Orchidee, damit sie einen mit ihren fantastischen Blütenkaskaden belohnt?

«Die Orchidee stammt ursprünglich aus tropischen Gebieten. Ein handwarmes Wasserbad im Lavabo oder eine sanfte Dusche
in der Badewanne bekommen ihr gut. Es gibt aber etwas, das fast ebenso wichtig sei wie warmes Wasser, Substrat und Dünger: Zuwendung.
In meinen Orchideen-Workshops hatte ich schon Teilnehmende, die nach herkömmlichem Massstab alles falsch machten –
und deren Orchidee unverdrossen weiter blühte. Sie schienen ihre Blume in erster Linie gernzuhaben.
Sie hatten vielleicht keinen grünen Daumen, aber ein grünes Herz.»

Wie und in welcher Form entwickelt sich dein Betrieb weiter?

«Mein Vater hat vor vielen Jahren die Neon-Gruppe gegründet. Das ist eine kleine internationale Gruppe von Orchideengärtnern,
die sich abwechselnd auf den Betrieben ihrer Mitglieder trifft. Wir tauschen uns fachlich aus, üben konstruktive Kritik und
lernen so ständig dazu. Das motiviert enorm.»

Wie setzt sich deine Kundschaft zusammen?

«Früher war der statistische Stammkunde eine Frau zwischen 50 und 60 Jahren.
Dank urban gardening schlagen heute vermehrt auch junge Herzen für unsere Orchideen.
Wir bedienen nach wie vor Kundinnen und Kunden, die etwas Hochwertiges suchen.
Dazu gehören heute auch viele junge Menschen ab 20 Jahren».

Wie sieht euer Angebot aus?

30 Prozent unserer Orchideen ziehen direkt in private Wohnzimmer um, 70 Prozent in den Grosshandel.
Darüber hinaus bieten wir auch (sehr gut besuchte) Orchideen-Workshops, Apéros und Führungen an.
Neu im Angebot ist der Online Shop – ein Kind der Coronazeit.